Cosma Jo Gagelmann
14. September 2021

Probleme stärken das Familienband

Das Kommunale Kino im Künstlerhaus präsentiert „Die Adern der Welt“ – einen Film, der das Leben in der mongolischen Steppe beleuchtet und zeigt, dass alle Generationen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben

Die Adern der Welt

Amra (Bat-Ireedui Batmunkh) und sein Vater Erdene (Yalalt Namsrai) beten: Szenenfoto aus „Die Adern der Welt“

Unsere Welt ist riesig. Es gibt so viele verschiedene Länder wie Lebensweisen. Die Menschen sidn so divers wie unser Planet. Milliarden von Familien, egal ob arm oder reich, haben ihren normalen Alltag. Doch was, wenn die jüngere Generation andere Pläne hat und Änderung anstrebt?

Inmitten der mongolischen Steppe führt Amra (Bat-Ireedui Batmunkh), 12 Jahre alt, sein Leben. Zu seiner Familie gehören noch seine Schwester Altaa (Algirchamin Baatarsuren), seine Mutter Zaya (Enerel Tumen) und sein Vater Erdene (Yalalt Namsrai). Sie alle sind Nomaden. Ihr Geld erlangen sie durch den selbst produzierten Ziegenkäse, den Zaya auf dem Markt verkauft. Erdene ist Mechaniker. Amra jedoch hat große Visionen, denn er möchte bei „Mongolias Got Talent“ im Fernsehen auftreten. Bevor das überhaupt passieren könnte, nähern sich leider internationale Bergbau-Unternehmen, die ohne Rücksicht auf Verluste den Lebensraum seiner und vieler anderen Familien zerstören.

Amras Vater führt deshalb eine Gruppe von rebellierenden Menschen an, die sich nicht einfach ihrem Schicksal ergeben wollen. Doch dann gibt es einen Unfall, der die Welt der jungen Familie komplett umhaut: Nun ist Amras Stunde gekommen, seine Familie und das Land zu retten.

„Die Adern der Welt“ wurde von der Mongolei als Beitrag für die Oscar-Verleihung 2021 in der Kategorie „Bester Internationaler Film“ eingereicht. Heute wird der Film im Kommunalen Kino im Künstlerhaus gezeigt.

Dienstag, 14. September 2021:
„Die Adern der Welt“, Film von Byambasuren Davaa, Deutschland/Mongolei 2020, 95 Minuten, deutsche Fassung, Kommunales Kino im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, 30159 Hannover, Beginn: 20.30 Uhr, Eintritt: 6,50 Euro, ermäßigt: 4,50 Euro

(Foto: Filmszene)

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Kategorien: Film, Tagestipps

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