Jörg Smotlacha
13. Oktober 2021

Liebe zur Welt

In der Villa Seligmann erklingt Lyrik von Hannah Arendt und jüdische Musik aus der Zeit, in der sie gewirkt hat

Gebürtige Lindenerin: Hannah Ahrendt im Jahr 1924

Hannah Arendt ist bekannt als eine der größten deutschen Theoretikerinnen und Dichterinnen ihrer Zeit. Sie wurde 1906 im damals noch nicht zu Hannover gehörenden Linden geboren und musste auf ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten über Karlsbad und Genf nach Paris emigrieren, bevor sie in die USA ging, wo sie bis zu ihrem Tod in New York City im Jahre 1975 lebte. Bekannt wurde Hannah Arendt vor allem durch ihre Politische Theorie, doch gab ihr die Lyrik „eine zweite Heimat“, in der ihre Melancholie einen Raum und ihre Liebe zur Welt einen Ausdruck fand.

Im Rahmen der seit 1998 in Hannover alljährlich stattfindenden Hannah Arendt-Tage erinnert die Villa Seligmann heute mit einer musikalischen Lesung an die berühmte Tochter der Stadt. Dabei verbindet sich die dichterische Sprache Hannah Arendts mit Perlen der jüdischen Musik. Zu Hören sind Komponisten und Musiker wie Ernest Bloch, Lazare Saminsky, Paul Ben-Haim, Marc Lavry, Arnold Schönberg, Alexander von Zemlinsky, Gustav Mahler. Maurice Ravel, Viktor Kioulaphides und Bruno Reinhardt. Die diesjährigen Hannah-Arendt-Tage stehen unter dem Motto „Start doing! Unsere Verantwortung für die Zukunft“.

Mittwoch, 13. Oktober 2021:
„Eine zweite Heimat – Lyrik von Hannah Ahrendt und Musik aus ihrer Zeit“, Villa Seligmann, Hohenzollernstr. 39, 30161 Hannover, Beginn: 17 Uhr

(Foto: Wikipedia/gemeinfrei)

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Kategorien: Literatur, Musik, Tagestipps

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