Jörg Smotlacha
18. Oktober 2021

Eine Welt voller Betrug und Gewalt

Im Kino am Raschplatz läuft „Rojo“. Ein Film, der Argentinien 1975 zeigt – ein Jahr vor dem Militärputsch

"Rojo", Filmposter

Kurz vor der Diktatur ist nichts mehr so, wie es sein sollte: „Rojo“, Filmposter

Argentinien im Jahr 1975: Dr. Claudio Mora (Dario Grandinetti) ist ein erfolgreicher und angesehener Anwalt. Er wird nach einem Restaurantbesuch mit seiner Frau aus dem Nichts von einem Fremden (Diego Cremonesi) angegriffen. Und dann schießt sich der Fremde einfach mit der eigenen Waffe in den Kopf. Mora lässt den lebensgefährlich verletzten Mann einfach in der nahegelegenen Wüste zurück…

Und damit beginnt „Rojo“, ein Thriller und zugleich eine Satire auf die argentinische Geschichte, geprägt von Gewalt und wirtschaftlichem Niedergang. Der Punkt dabei: Niemand interessiert sich für das Verschwinden Unschuldiger, denn „Rojo“ ist eine Mitläufergeschichte aus Zeiten der herannahenden Diktatur. Immerhin holt Mora seine Tat mit der Zeit ein und die Schuld lastet schwer auf ihm. Gleichzeitig entdeckt er in seiner vermeintlich ruhigen und friedlichen Provinzgesellschaft eine Welt voller Betrug, Korruption, Gewalt und Kriminalität. Regisseur Benjamin Naishtats sehenswerter Film handelt von einem Mann, der aufgrund einer falschen Entscheidung in einen Strudel aus Lügen und Kriminalität gerät.

Montag, 18. Oktober 2021:
„Rojo“, Thriller von Benjamin Naishtat, Argentinien, Brasilien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Schweiz 2018, 109 min., OmU, Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover, Beginn: 20.30 Uhr, Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 7,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Film, Tagestipps

Kommentiere diesen Artikel