Jörg Smotlacha
31. Oktober 2021

Who killed Chet Baker?

Das Kommunale Kino im Künstlerhaus zeigt das Künstler-Pic „Born to be Blue“ über die Jazz-Legende Chet Baker

"Born to be Blue", Filmplakat

Vertieft in seinen Sound: „Born to be Blue“, Filmplakat

Keine Frage: Chat Baker war einer der begnadetsten Jazz-Musiker aller Zeiten. In den 1950er-Jahren spielte er an der Seite von Charlie Parker und anderen Größen und ließ schließlich in Umfragen, wer der beste Musiker seiner Zeit sei, Jazzgrößen wie Dizzy Gillespie, Miles Davis und Clifford Brown hinter sich. Doch schon 1953 musste er wegen eines Drogenvergehens ins Gefängnis und die Dämonen sollten ihn nie wieder loslassen.

Im Film „Born to be Blue“ von Robert Budreau ist Chet Baker (Ethan Hawke) zehn Jahre nach seinem Aufstieg zum „King of Cool“ am Ende seiner Karriere angekommen. Immer wieder wird er von der dunklen Seite seiner Seele eingeholt und findet sich in einem exzessiven Drogenrausch. Schließlich braucht er Geld für Heroin und hat das Angebot angenommen, sich in einer schlechten Hollywood-Verfilmung seines Lebens selbst zu verkörpern…

Chet Baker starb 1988 in Amsterdam, als er offensichtlich unter Drogeneinfluss aus dem Fenster seines Hotelzimmers stürzte. „Born to be Blue“ wagt sich in die Untiefen seines Lebens und ist nicht ganz unumstritten, denn er geht mit biografischen Details recht locker um und ist „am Ende so rätselhaft wie der wilde Pazifik in der sanften Abendsonne, vor die der Film Hawkes Körper existenzialistisch immer wieder stellt“, fand Jan Künemund für Spiegel Online.

Sonntag, 31. Oktober 2021:
„Born to be Blue“, Spielfilm von Robert Budreau, Kanada/GB 2017, 98 min., OmU, Kommunales Kino im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, 30159 Hannover, Beginn: 18 Uhr, Eintritt: 6,50 Euro, ermäßigt: 4,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

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Kategorien: Film, Tagestipps

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