Cosma Jo Gagelmann
10. November 2021

Drei Generationen knipsen unsere Realität

Das Sprengel Museum zeigt aktuell die Ausstellung „True Pictures“. Zu sehen ist zeitgenössische Fotografie aus Kanada und den USA

True Pictures

Ein nacktes Paar in inniger Umarmung: Foto von Martine Gutierrez

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Fotografie in Nordamerika eine wegweisende Rolle für die Bildsprache verschiedener Medien. In den 1980er-Jahren ging diese Rolle verloren, da sich auch die europäische Fotografie stetig entwickelt hatte. Die Ausstellung „True Pictures“ greift nun das Wunder der Bildsprache in Nordamerika wieder auf. Es sind Werke von über 30 amerikanischen und kanadischen Künstler*innen aus drei verschiedenen Generationen vertreten, die alle aus dem digitalen Zeitalter stammen. Thematisiert wird zum einen die Digital-Fotografie, die Polaroids und ähnliches abgelöst hat. Zum anderen werden aber auch die Probleme und Konsequenzen der Digitalisierung im Bezug auf die Gesellschaft dargestellt.

Alle drei beteilgten Künstler*innen-Generationen waren bei politischen Umbrüchen dabei, zum Beispiel bei der 68er-Bewegung, den Auswirkungen des Vietnam-Kriegs, der Aids-Krise, und bei den aufflammenden Debatten um Rassismus und Feminismus. Ebenfalls werden Identitätsfragen, Sexualität und Gender aufgegriffen. Die Ausstellung behandelt somit auch alle drängende Themen unser direkten Gegenwart.

Mittwoch, 10. November 2021:
„True Pictures?“, Ausstellung, Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz 1, 30169 Hannover, geöffnet von 10 bis 18 Uhr, Eintritt: 7 Euro, ermäßigt: 4 Euro

  • Die Ausstellung läuft noch bis zum 13. Februar 2022
  • Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di von 10 Uhr bis 20 Uhr, Mi bis So von 10 Uhr bis 18 Uhr
  • Eintritt: 7 Euro, ermäßigt: 4 Euro

(Foto: Pressefoto/Martin Gutierrez)

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Kategorien: Kunst, Tagestipps

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