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Der freie und traurige tote Mann

Das Kommunale Kino im Künstlerhaus zeigt den Dokumentarfilm „Tod auf dem Hochsitz“

Schneidetisch

Ein Schneidetisch in dem Hochsitz, in dem ein Mann starb

Das Wort Freitod hört sich sehr selbstbestimmt an. Man beschließt, einfach zu sterben, natürlich ohne andere Menschen in den eigenen Tod mit reinzuziehen oder ihn sie sehen zu lassen. Vor allem passiert dies bei einsamen Menschen, die keinen Wunsch mehr haben, zu leben. Sie haben häufig keine Familie mehr oder keinen Kontakt zu ihr, sind obdachlos und sehen keinen Sinn mehr am Leben.

In dem Dokumentarfilm „Tod auf dem Hochsitz“ von Micheal Heuer geht es um einen Mann, der so einen Wunsch nach einem Freidtod hatte. Dieser Mann begab sich zu einem Hochsitz, kletterte hinauf und wartete auf seinen Tod. Das dauerte und war quälend langsam. Er hatte einen starken Willen, sein Vorhaben war ihm wichtig und er wollte nicht gefunden und aufgehalten werden. Außerdem widerstand er von sich aus jeder Versuchung, den Hochsitz doch wieder zu verlassen. Er aß nichts mehr, wollte nicht mehr leben, damit hat auch seine Obdachlosigkeit zu tun. Trotzdem hatte er Angst vor dem Tod… 

Michael Heuers Dokumentarfilm beruht auf einer wahren Begebenheit, der besagte Mann hat in dieser Zeit des Wartens auf den Tod etwa dreieinhalb Wochen auf dem Hochsitz Tagebuch geführt.

Freitag, den 12. November 2021:
„Tod auf dem Hochsitz“, Dokumentarfilm von Michael Heuer, Deutschland 2009, 90 Minuten, Kino im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, 30159 Hannover, Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 6,50 Euro, ermäßigt: 4,50 Euro

(Foto: Pressefoto/Kommunales Kino im Künstlerhaus)

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