Susanne Viktoria Haupt
7. April 2011

„Absoluter Traum-Spielort wäre eine echte Kur-Muschel im Seebad Binz auf Rügen“

Die Kurkapelle Salze II lässt Herzen höher schlagen und bringt den Kulturkiosk von langeleine.de zum Schwingen. Im Interview stand das Quartett Rede und Antwort

Kurkapelle Salze II

Lieber grooven statt kneipen: die Kurkapelle Salze II

langeleine.de: Kurkapelle Salze II – das klingt ziemlich außergewöhnlich. Was steckt dahinter und wie seid Ihr auf diesen exklusiven Namen gekommen?

Kurkapelle Salze II: Wir spielen gern für Leute, die nach Hüft-Operationen eine Reha-Maßnahme im Klinikum Bad Salzdethfurth bekommen. Dass wir eine „Kurkapelle“ sind ist allerdings reinste Hochstapelei, die uns sicherlich noch unsere glänzende Karriere kosten wird.

ll: Wie habt Ihr Euch gefunden?

Kurkapelle: Gut!

ll: Super! Glaubt man Google, so habt Ihr ja schon an den unterschiedlichsten Orten gespielt. Sei es bei Kleinkunst im Hof vom SofaLoft, auf dem Elterntag der Uni Hildesheim oder auch im Krankenhaus Siloah. Gibt es einen Ort, an dem Ihr keinesfalls spielen würdet? Und was wäre Eure absolute Traum-Location für einen Auftritt?

Kurkapelle: Man darf Google in diesem Fall glauben. Wir haben auch schon auf Hochzeiten und Diplomvergaben musiziert, was Google nicht weiß. Keinesfalls spielen würden wir auf einer NPD-Veranstaltung, auch wenn man denen „gute Genesung“ nur wünschen kann. Absoluter Traum-Spielort wäre eine echte Kur-Muschel, zum Beispiel im Seebad Binz auf Rügen.

Kurkapelle Salze II live

Die Kurkapelle Salze II in Aktion, hier bei einer Diplomfeier der Fachhochschule Hannover im Jahre 2010

ll: Bei welcher Musik könnt Ihr persönlich am besten abfeiern? Gibt es Vorbilder für Euer Schaffen?

Kurkapelle: Die Vorbilder sind bunt und viele. Von leidenschaftlichem „Cabaret Tzigane“, Tango-Jazz à la Richard Galliano und Gypsy-Swing über guten 70er-Jahre-Funk bis hin zu bayrischen Akkordeon-Dampfhämmern. Am meisten feiern wir Cajun- und Zydeco-Sounds aus den Sümpfen von Louisiana und wenn sich Drum’n’Bass in den Klezmer-Rhythmus schleicht.

ll: Ihr spielt ja mit vielen unterschiedlichen originellen Instrumenten. Mit was werdet ihr am Kulturkiosk auftauchen?

Kurkapelle: Sicherlich mit traditionellem Knopf-Akkordeon, Kontrabass, Geige und Alt-Saxophon. Außerdem mit allerlei Percussion. Unser Trommler ist nämlich auch Virtuose auf Holzlöffeln und dem Resonanzfell der Snare-Drum.

ll: Last but not least: Hannover bedeutet für Euch…

Kurkapelle: Eine große Stadt, mit einer schönen Weltmusik-Szene, interessanten Menschen und guten Soul-DJs, leider auch etwas viel Aggressivität auf öffentlichen Parkplätzen…

Nicht verpassen:

Am Freitag, den 8. April, spielt die Kurkapelle Salze II in der Kulturkiosk-Kurmuschel von langeleine.de auf und gibt einen Mix ihrer besten, von Tango-Jazz und Gypsy-Swing beeinflussten Songs zum Besten.

(Fotos: Pressefoto (1), fh-hannover.de (2))

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Kategorien: Menschen, Musik

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